Mitarbeiterwohnen · Werkswohnen · Bauen und Fördern

Mitarbeiterwohnungen bauen: Neubau, Nachverdichtung und Förderung für Arbeitgeber

Die kurze Antwort: Mitarbeiterwohnungen bauen heißt, als Arbeitgeber selbst Wohnraum für Beschäftigte zu schaffen, durch Neubau, durch Nachverdichtung und Aufstockung im Bestand, über einen Forward mit einem Entwickler oder über die Konzeptvergabe kommunaler Grundstücke. Für den Neubau gibt es Förderung von Bund und Ländern (KfW Klimafreundlicher Neubau, das QNG-Siegel hebt die Kredithöchstbeträge, in Baden-Württemberg eine eigene L-Bank-Förderlinie Mitarbeiterwohnen). Reines Wohnen auf Gewerbe- oder Industrieflächen ist baurechtlich nur in engen Ausnahmen möglich. Kopp Real Estate prüft Weg, Förderung, Baurecht und Steuerstruktur und führt das Projekt von der Idee bis zum Vertrag. Personalwohnen, Mitarbeiterwohnen und Werkswohnen meinen dasselbe.

Ein Angebot der Kopp Real Estate GmbH. Aus 15 Jahren Wohnungswirtschaft, mit Netzwerk in Wohnungswirtschaft, Bau, Steuer und Recht. Schwerpunkt München, Stuttgart, Frankfurt, bundesweit auf Anfrage.

Wege zum Bau
Förderung
Baurecht
Wirtschaftlichkeit

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    Was heißt Mitarbeiterwohnungen bauen?

    Direkt beantwortet: Mitarbeiterwohnungen bauen bedeutet, dass ein Arbeitgeber Wohnraum für seine Beschäftigten neu schafft oder im eigenen Bestand aktiviert. Das Bundesbauministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass Unternehmen über Kapital, Grundstücke und Immobilien verfügen, die sich durch Umwidmung und Umbau für den Wohnungsbau nutzen lassen, und dass sie dafür nicht zwingend selbst Bauherr, Eigentümer oder Vermieter sein müssen.

    Für Arbeitgeber ist eigener Wohnraum ein direkter Hebel auf Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Wo die Mieten am Standort hoch sind oder schlicht keine Wohnungen frei sind, scheitern Einstellungen an der Wohnungsfrage. Mitarbeiterwohnen gehört deshalb in dieselbe Strategie wie das übrige Personalwohnen, von der Pflege und Klinik bis zur Industrie. Wer nicht selbst bauen will, findet die mietbasierten Wege auf der Seite zu Mitarbeiterwohnungen anmieten und Belegungsrechte.

    Welche Wege gibt es, Mitarbeiterwohnungen zu bauen?

    Antwort: Es gibt vier Hauptwege. Neubau auf eigenen Werks- oder Klinikflächen, Nachverdichtung und Aufstockung im Bestand, der Forward-Deal mit einem Entwickler und die Konzeptvergabe kommunaler Grundstücke. Welcher Weg passt, hängt von Grundstück, Kapital, Zeitrahmen und dem gewünschten Maß an eigener Kontrolle ab.

    Neubau auf eigener Fläche

    Der klassische Werkswohnungsbau. Voraussetzung ist die bauplanungsrechtliche Klärung, über den Gebietstyp im Bebauungsplan oder über den Innenbereich nach Paragraf 34 Baugesetzbuch. Volle Kontrolle, aber hohe Kapitalbindung und langer Vorlauf.

    Halten, volle Kontrolle

    Nachverdichtung und Aufstockung

    Dachgeschossausbau, Aufstockung oder Verdichtung auf bereits erschlossenen Flächen. Oft Kosten- und Genehmigungsvorteile, weil die Erschließung steht und sich das Vorhaben nach Paragraf 34 Baugesetzbuch einfügen kann. Die L-Bank fördert ausdrücklich auch Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen.

    Schnell, bestandsnah

    Forward mit Entwickler

    Ein Entwickler baut schlüsselfertig, der Arbeitgeber sichert sich das Objekt über eine Kaufzusage oder lässt en bloc zurückmieten. Geringere Kapitalbindung, aber komplexe Verträge und Risiken bei Fertigstellung und Baukosten.

    Kapitalschonend

    Konzeptvergabe

    Kommunen vergeben Grundstücke nach einer Bewertungsmatrix statt nach Höchstpreis, häufig im Erbbaurecht. München vergibt Wohnbaugrundstücke grundsätzlich nur für bezahlbaren Wohnraum und im Erbbaurecht.

    Ohne eigenes Grundstück

    Welche Förderung gibt es für den Bau von Mitarbeiterwohnungen?

    Antwort: Auf Bundesebene fördert die KfW den klimafreundlichen Neubau, für vermietete Wohnungen über das Programm 298, für ein eigenes Personalwohnheim über das Nichtwohngebäude-Programm 299. Das QNG-Siegel hebt die Kredithöchstbeträge. Auf Länderebene hat allein Baden-Württemberg mit der L-Bank-Förderlinie Mitarbeiterwohnen ein eigenes Programm dafür. In Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen ist eine Förderung nur über die allgemeine soziale Wohnraumförderung und deren Belegungsbindungslogik möglich, das ist projektbezogen mit der Förderbank zu klären.
    Programm Höhe und Kondition (Stand 2026) Kernbedingung
    KfW 298, Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude (Vermietung) Kredit bis 100.000 Euro je Wohneinheit (Effizienzhaus 40 ohne QNG), bis 150.000 Euro je Wohneinheit mit QNG. Zins ab 0,6 Prozent (Effizienzhaus 40) bei 10 Jahren Bindung, Stand 2. März 2026 Mindeststandard Effizienzhaus 40, QNG für die höhere Stufe, Energieeffizienz-Experte. Unternehmen antragsberechtigt
    KfW 299, Klimafreundlicher Neubau Nichtwohngebäude (Personalwohnheim) bis 1.000 Euro je Quadratmeter Nettogrundfläche (Effizienzhaus 55), bis 1.500 Euro mit KFN-Standard, bis 2.000 Euro mit QNG-Premium Effizienzhaus 40 oder 55, fossilfreie Wärme, QNG-Premium für die höchste Stufe
    L-Bank Förderlinie Mitarbeiterwohnen (Baden-Württemberg) Zinsverbilligtes Darlehen über 10, 15, 25 oder 30 Jahre. Werkmietwohnungen seit dem 1. Januar 2026 mit Festbetrag 5.250 Euro je Quadratmeter Wohnfläche Bindung 10 bis 40 Jahre, vorzugsweise Beschäftigte mit Wohnberechtigungsschein, kein Vorhabenbeginn vor Antrag
    Bayern, Einkommensorientierte Förderung (BayernLabo) Zuschuss bis 300 Euro je Quadratmeter Wohnfläche plus zinsgünstiges Landesdarlehen Mehrfamilienhaus ab 3 Wohneinheiten, Bindung 25 oder 40 Jahre, Vermietung an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein
    Nordrhein-Westfalen, Mietwohnraumförderung (NRW.BANK) Tilgungsnachlass 30 bis 50 Prozent, Zins 0,0 Prozent für 5 Jahre, danach 0,5 Prozent mindestens 4 geförderte Wohnungen, Bindung bis 30 Jahre, Einkommensgruppen A und B
    Hessen, soziale Mietwohnraumförderung (WIBank) Baukostendarlehen über die Wohnraumförderstelle Mittel über die Wohnraumförderstelle, Wiederanmeldung frühestens Frühjahr 2026

    Das stärkste belegte Förderinstrument für diesen Zweck ist die L-Bank-Linie Mitarbeiterwohnen, weil sie als einzige ausdrücklich auf Werkmietwohnungen zugeschnitten ist. Außerhalb von Baden-Württemberg gibt es keine eigene Mitarbeiterwohnen-Linie. Dort führt der Weg über die allgemeine soziale Wohnraumförderung, sobald sich Miet- und Belegungsbindungen begründen lassen und ein großer Teil der Beschäftigten innerhalb der Einkommensgrenzen liegt. Wir prüfen die passende Kulisse je Standort am aktuellen Merkblatt der Förderbank.

    Allgemeine Information, Stand 2026, keine Förder-, Rechts- oder Anlageberatung. Programmvolumen und Konditionen können sich ändern. Die Werkswohnungs-Förderfähigkeit in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen hängt von der gültigen Richtlinie, der Bindungswahl und der Wohnberechtigung ab und ist projektbezogen mit der Förderbank zu klären. Quellen unter anderem: KfW Merkblatt 297/298 und 299, BMWSB, L-Bank, BayernLabo, NRW.BANK, WIBank.

    Darf man auf Gewerbe- und Industrieflächen Wohnungen bauen?

    Kurz: Nur eingeschränkt. Reines Wohnen ist in Gewerbegebieten (Paragraf 8 Baunutzungsverordnung) und Industriegebieten (Paragraf 9) grundsätzlich unzulässig. Ausnahmsweise zulässig sind Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen sowie für Betriebsinhaber und Betriebsleiter, wenn sie dem Betrieb zugeordnet und nach Grundfläche und Baumasse untergeordnet sind. Für größere Belegschaftsbestände reicht das nicht, dann braucht es eine Fläche mit Wohnnutzung oder eine Planänderung.
    Rechtsgrundlage Worauf es ankommt (Stand 2026)
    Paragraf 8 Absatz 3 Nummer 1 Baunutzungsverordnung (Gewerbegebiet) Betriebsleiter- und Bereitschaftswohnungen ausnahmsweise zulässig, wenn dem Betrieb funktional zugeordnet und untergeordnet. Rein familiäre oder persönliche Gründe genügen nicht
    Paragraf 9 Baunutzungsverordnung (Industriegebiet) Sinngemäß wie Paragraf 8, Bebauungspläne können die Ausnahme weiter einschränken oder ausschließen
    Paragraf 34 Baugesetzbuch (Innenbereich) Im unbeplanten Innenbereich zulässig, wenn sich das Vorhaben nach Art und Maß in die Umgebung einfügt. Relevant für Nachverdichtung und Aufstockung
    Bebauungsplan oder vorhabenbezogener Plan Für klassische Belegschaftswohnungen in größerem Umfang nötig, etwa über eine Planänderung hin zu Wohn- oder Mischgebiet

    Praktisch heißt das: Eine einzelne Hausmeister- oder Bereitschaftswohnung lässt sich auf dem Werksgelände oft direkt realisieren. Sobald es um mehrere Wohnungen für die allgemeine Belegschaft geht, ist die planungsrechtliche Vorklärung der erste und wichtigste Schritt. Diese Klärung steht bei uns immer am Anfang, bevor über Förderung oder Baukosten gesprochen wird.

    Selbst bauen und halten oder Forward verkaufen?

    Modellhaft: Beide Wege haben ihre Logik. Selbst bauen und halten gibt dauerhafte Bindung, Werterhalt und volle Kontrolle, bindet aber viel Kapital über lange Förderbindungen von 10 bis 40 Jahren. Der Forward-Verkauf an einen Investor mit anschließender en-bloc-Rückmietung schont Kapital und Bilanz, kostet aber Kontrolle und führt zu komplexen, langfristigen Mietverpflichtungen.

    Selbst bauen und halten

    Dauerhafte Verfügung über den Wohnraum, Werterhalt, volle Steuerung der Belegung. Dem stehen hohe Kapitalbindung, langer Vorlauf, Betreiberaufwand und Förderbindungen von 10 bis 40 Jahren gegenüber.

    Forward-Verkauf mit Rückmietung

    Geringere Kapitalbindung und Bilanzentlastung, ein Teil des Risikos liegt beim Entwickler oder Investor. Dafür komplexe Verträge, eine langfristige Mietverpflichtung und weniger eigene Kontrolle.

    Ein wichtiger Werttreiber ist das QNG-Siegel. Es ist Voraussetzung für die höchsten KfW-Stufen und verbessert zugleich die Drittverwendung und den Exit gegenüber Investoren mit Nachhaltigkeitsfokus. Konkrete Preisaufschläge dafür sind amtlich nicht belegt, deshalb beziffern wir sie bewusst nicht. Für Bestandshalter und Investoren ist die Anlegersicht auf der Seite zu Personalwohnen für Investoren vertieft.

    Wichtiger Vorlauf-Hinweis: Bei geförderten Vorhaben darf in der Regel weder mit dem Bau begonnen noch ein Bau- oder Erwerbsvertrag geschlossen werden, bevor der Förderantrag eingegangen ist. Die Förderung ist haushaltsmittelabhängig, es besteht kein Rechtsanspruch. Stand 2026, keine Förder-, Rechts- oder Anlageberatung.

    Was kostet der Bau von Mitarbeiterwohnungen?

    Modellhaft: Eine seriöse Pauschalzahl je Quadratmeter gibt es nicht, weil die Baukosten stark von Grundstück, Erschließung, Standard, Region und davon abhängen, ob neu gebaut oder aufgestockt wird. Belastbar ist nur die Tendenz: Die Neubaupreise für Wohngebäude lagen im Februar 2026 rund 3,3 Prozent über dem Vorjahr (Destatis), die BBSR-Prognose nennt für 2026 rund 2,7 Prozent steigende Bauleistungspreise.

    Als amtlichen Anker gibt es den L-Bank-Festbetrag von 5.250 Euro je Quadratmeter Wohnfläche für Werkmietwohnungen. Das ist allerdings ein Förderbewertungssatz und keine reine Baukostenkennzahl. Die konkreten Kosten je Quadratmeter ermitteln wir projektbezogen über die Fachplanung, statt mit einer Scheingenauigkeit zu arbeiten, die der Sache nicht gerecht wird.

    Quellen: Destatis (Neubaupreise Wohngebäude, Februar 2026), BBSR-Baupreisprognose 2026, L-Bank-Merkblatt Mitarbeiterwohnen. Allgemeine Information, Stand 2026, keine verbindliche Kostenzusage.

    Wie wird die fertige Mitarbeiterwohnung steuerlich behandelt?

    Modellhaft: Überlässt ein Arbeitgeber Beschäftigten Wohnraum kostenlos oder verbilligt, entsteht grundsätzlich ein geldwerter Vorteil. Für eine freie Unterkunft gilt 2026 der amtliche Sachbezugswert von 285 Euro pro Monat. Für eine Wohnung ist die ortsübliche Miete maßgeblich. Zahlt die oder der Beschäftigte mindestens zwei Drittel der ortsüblichen Miete und beträgt diese höchstens 25 Euro je Quadratmeter, kann der geldwerte Vorteil über den Bewertungsabschlag entfallen.

    Förderung und Steuer wirken zusammen: Eine geförderte und damit günstig vermietete Mitarbeiterwohnung hält die Miete ohnehin niedrig, sodass der geldwerte Vorteil oft gering ausfällt oder ganz entfällt. Die Details, die Vertragsgestaltung und einen Rechner für den geldwerten Vorteil finden Sie auf der Seite zu Werkswohnung, Steuer und Vertrag. Für den Nachwuchs ist das Thema auf der Seite zu Azubi-Wohnen und Förderung aufbereitet.

    Allgemeine, gesetzesbezogene Information, Stand 2026, keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Sachbezugswert nach der Sozialversicherungsentgeltverordnung, Bewertungsabschlag nach Paragraf 8 Absatz 2 Satz 12 Einkommensteuergesetz. Die Anwendung im Einzelfall klären wir gemeinsam mit Steuerberatung und Anwalt aus unserem Netzwerk.

    Passt der eigene Bau zu Ihnen?

    Passt, wenn

    • Sie ein Grundstück, eine Werks- oder Klinikfläche oder Bestand mit Verdichtungspotenzial haben
    • Sie Fachkräfte dauerhaft binden und Werkswohnungen langfristig halten wollen
    • Sie Förderung, Baurecht und Steuerstruktur sauber zusammen denken möchten
    • Sie zwischen selbst halten und Forward-Verkauf mit Rückmietung abwägen wollen
    • Sie genug Vorlauf einplanen können, denn vor dem Förderantrag darf nicht begonnen werden

    Eher nicht, wenn

    • Sie kurzfristig einzelne Wohnungen brauchen, dann ist Anmietung der schnellere Weg
    • Sie keine Fläche und kein Interesse an der Konzeptvergabe kommunaler Grundstücke haben
    • Sie eine reine Maklerleistung wünschen statt Konzept, Förderung und Umsetzung

    Wenn der eigene Bau nicht passt, ist die Anmietung von Kontingenten oder der Erwerb von Belegungsrechten oft der bessere Weg. Beide Wege zeigt die Seite zu Mitarbeiterwohnungen anmieten und Belegungsrechte.

    Unverbindlich anfragen

    So geht es weiter: Schildern Sie kurz Ihren Standort, die vorhandene Fläche oder den Bestand, die Zahl der gewünschten Wohnungen und Ihren Zeitrahmen. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung, klären die planungsrechtliche Lage, prüfen die passende Förderkulisse und koordinieren bei Bedarf Steuerberatung und Anwalt. Unverbindlich und vertraulich.

    Telefon ist der schnellste Weg. Lieber schreiben? Schreiben Sie uns per E-Mail, wir rufen gern zurück.

    Häufige Fragen zum Bau von Mitarbeiterwohnungen

    Dürfen Arbeitgeber eigene Mitarbeiterwohnungen bauen?
    Ja. Das Bundesbauministerium nennt mehrere Wege: selbst bauen, vorhandene Immobilien umwidmen, Belegungsrechte erwerben oder mit Wohnungsunternehmen kooperieren. Unternehmen müssen dafür nicht zwingend selbst Bauherr, Eigentümer oder Vermieter sein.
    Welche KfW-Förderung gibt es für den Neubau von Mietwohnungen?
    Für vermietete Wohnungen das Programm 298, Klimafreundlicher Neubau Wohngebäude. Der Kredit reicht bis 100.000 Euro je Wohneinheit, mit QNG-Siegel bis 150.000 Euro. Der Zins liegt ab 0,6 Prozent für ein Effizienzhaus 40 bei 10 Jahren Bindung (Stand 2. März 2026). Unternehmen sind antragsberechtigt.
    Was bringt das Programm KfW 299 für ein Personalwohnheim?
    Ein Personalwohnheim gilt als Nichtwohngebäude und wird über das Programm 299 gefördert. Der Kredit reicht bis 1.000 Euro je Quadratmeter Nettogrundfläche, mit KFN-Standard bis 1.500 Euro und mit QNG-Premium bis 2.000 Euro je Quadratmeter (Stand 2026).
    Brauche ich für die KfW-Förderung das QNG-Siegel?
    Für das Mindeststandard-Effizienzhaus 40 nicht. Das QNG-Siegel hebt aber die Kredithöchstbeträge, beim Programm 298 von 100.000 auf 150.000 Euro je Wohneinheit, und ist Voraussetzung für die höchsten Förderstufen.
    Gibt es ein spezielles Förderprogramm für Mitarbeiterwohnen?
    In Baden-Württemberg ja, die L-Bank-Förderlinie Mitarbeiterwohnen. Werkmietwohnungen werden seit dem 1. Januar 2026 mit einem Festbetrag von 5.250 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gefördert. In Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen gibt es keine eigene Linie, dort läuft es über die allgemeine soziale Wohnraumförderung.
    Kann ich Werkswohnungen in Bayern fördern lassen?
    Über die allgemeine einkommensorientierte Förderung der BayernLabo, mit Zuschuss bis 300 Euro je Quadratmeter und Landesdarlehen, bei Bindung über 25 oder 40 Jahre. Eine eigene Mitarbeiterwohnen-Linie ist für Bayern nicht belegt, die Nutzbarkeit läuft über die Belegungsbindungslogik und ist projektbezogen mit der Förderbank zu klären.
    Darf ich auf einem Gewerbe- oder Industriegrundstück Wohnungen bauen?
    Nur eingeschränkt. Reines Wohnen ist in Gewerbe- und Industriegebieten grundsätzlich unzulässig. Ausnahmsweise erlaubt sind Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen sowie für Betriebsleiter, sofern sie dem Betrieb zugeordnet und untergeordnet sind. Für größere Bestände braucht es eine Wohnfläche oder eine Planänderung.
    Was ist baurechtlich eine Betriebsleiterwohnung?
    Eine dem Betrieb funktional zugeordnete, nach Grundfläche und Baumasse untergeordnete Wohnung, deren Lage im Gewerbe- oder Industriegebiet betrieblich begründet ist. Rein familiäre oder persönliche Gründe genügen nicht (Paragraf 8 Absatz 3 Nummer 1 Baunutzungsverordnung).
    Lohnt sich Aufstockung statt Neubau?
    Häufig ja. Auf bereits erschlossenen Flächen entfallen Erschließungskosten, und im Innenbereich kann sich das Vorhaben nach Paragraf 34 Baugesetzbuch einfügen. Es muss sich allerdings nach Art und Maß in die Umgebung einfügen, das ist im Einzelfall zu prüfen.
    Was bedeutet ein Forward-Deal?
    Ein Entwickler baut schlüsselfertig, der Arbeitgeber sichert sich das Objekt über eine Kaufzusage oder lässt es en bloc zurückmieten. Das schont Kapital und Bilanz, führt aber zu komplexen Verträgen, einer langfristigen Mietverpflichtung und weniger eigener Kontrolle.
    Wie komme ich ohne eigenes Grundstück an Bauland?
    Über die Konzeptvergabe kommunaler Grundstücke. Dort wird nicht nach Höchstpreis vergeben, sondern nach einer Bewertungsmatrix, häufig im Erbbaurecht. München vergibt Wohnbaugrundstücke grundsätzlich nur für bezahlbaren Wohnraum und im Erbbaurecht.
    Wie lange läuft die Förderbindung?
    Je nach Programm 10 bis 40 Jahre. Die L-Bank bietet 10, 15, 25, 30 oder 40 Jahre, die bayerische einkommensorientierte Förderung 25 oder 40 Jahre, Nordrhein-Westfalen bis 30 Jahre. Während dieser Zeit gelten Miet- und Belegungsbindungen.
    Wer darf in eine geförderte Mitarbeiterwohnung einziehen?
    Meist Beschäftigte mit Wohnberechtigungsschein innerhalb der Einkommensgrenzen. In Bayern liegt die Grenze der Stufe III 2026 zum Beispiel bei 28.300 Euro für eine Person und 43.200 Euro für zwei Personen, mit Zuschlägen je weiterer Person und je Kind.
    Was kosten Mitarbeiterwohnungen pro Quadratmeter 2026?
    Eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht. Belastbar ist nur die Tendenz: rund 3,3 Prozent höhere Neubaupreise gegenüber dem Vorjahr (Destatis) und rund 2,7 Prozent steigende Bauleistungspreise (BBSR-Prognose 2026). Die konkreten Kosten je Quadratmeter ergeben sich projektbezogen aus der Fachplanung.
    Wird die fertige Wohnung für Mitarbeiter steuerfrei?
    Sie kann begünstigt sein. Zahlt die oder der Beschäftigte mindestens zwei Drittel der ortsüblichen Miete und beträgt diese höchstens 25 Euro je Quadratmeter, kann der geldwerte Vorteil über den Bewertungsabschlag entfallen. Den Einzelfall klärt die Steuerberatung.
    Muss der Förderantrag vor dem Bau gestellt werden?
    In der Regel ja. Bei geförderten Vorhaben darf weder mit dem Bau begonnen noch ein Bau- oder Erwerbsvertrag geschlossen werden, bevor der Förderantrag eingegangen ist. Deshalb planen wir genügend Vorlauf ein.
    Ist das eine Maklerleistung?
    Nein. Personalwohnen, Mitarbeiterwohnen und Werkswohnen sind ein eigenständiger Beratungs- und Umsetzungsstrang, getrennt vom Maklergeschäft. Hier geht es um Strategie, Baurecht, Förderung, Struktur und Betrieb von arbeitgebergefördertem Wohnen.

    Mitarbeiterwohnungen bauen, aus einem Guss

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